:: Frauenpower-Duo schaut Männern und Frauen in die Seele
Sie ist immer noch ein Geheimtipp und doch alles andere als geheim – die Probierbühne auf dem Lande, Kabirinett.
Die idyllisch gelegene Kultur-Bühne im ländlichen Großhöchberg lädt ihre Gäste bei schönem Wetter in den Garten ein. ... Dass der Besucher in das szenische Geschehen mit einbezogen wird, ist er im Kabirinett mittlerweile gewohnt. Bekannt ist auch, dass der 31. eines jeden Monats, und dabei ist der Wochentag gleichgültig, dem Gast eine Überraschung bietet, indem er die „Katz im Sack“ kauft. ... Am Freitagabend hat sich „die Katz“ als komödiantisches Frauenpower-Duo namens i-dipfele entpuppt und für heftige Lachattacken im Publikum gesorgt. ... Die schwäbisch-penetranten „Schlabbergöschle“ verstehen es immer wieder, mit einem entwaffnenden Mix aus Zoten, originellen Wortspielereien, köstlichen Gesangsparodien und bösartigen Alltagsbeschreibungen zu überzeugen. ...
Mimischer und lautmalerischer Höhepunkt des Abends ist der Auftritt der Lätzchen-Babies bei „Rent a kend“, eine Parodie auf das gesellschaftliche Dilemma um Geburtenrückgang und Kleinkindverherrlichung, die für Heiterkeit und stürmischen Applaus sorgt. ...
Marbacher Zeitung, 03.08.2009. Cornelia Ohst über i-dipfele
:: Sind die Pointen schlecht, sind sie bös und wir tot
Eine vergnüglich-skurrile Reise durch die vier Jahreszeiten unternehmen Sebastian Scheuthle und Frank Tischer mit ihrem neuen Programm „Dufte Zeiten“. ... Wo könnte das Publikum dies passender auf sich wirken lassen als im Großhöchberger Kabirinett? ... Ausgehend von Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ wird das Publikum daran erinnert, wie es ist, nach dem Winter „aus der überheizten Muffbude“ rauszukommen... Genial Scheuthles engagierter Vortrag eines an Rilke erinnernden Gedichts über die dritte Jahreszeit. ... Ein spritziges Programm, das den Sinn für die Natur ganz neu schärft. Fast zwei Stunden eine dufte Zeit eben. Frank Tischer macht seiner Bezeichnung als Tastenhengst alle Ehre. ... Bei der Zugabe endlich darf er mal den Scheuthle trietzen – mit der fünften Jahreszeit. Beim Karneval hört bei dem nämlich der Spaß auf. Dem Publikum jedoch gefällt´s extrem.
Backnanger Kreiszeitung, 23.06.2009. Claudia Mann über Dufte Zeiten
:: Mit unverblümtem Humor der Roaring Twenties
... Humor ist, wenn das Mängelwesen Mensch seine Schwächen weder verschweigt noch beklagt, sondern ins Komische verwandelt und fröhlich hinausposaunt. Robert Kreis wurde der Sinn für diese Verwandlung offenbar in die Wiege gelegt. Singend, erzählend, anzüglich grimassierend bezieht der Künstler aus der Ambivalenz des Humors so viel Lebensfreude, als wäre dies die Hintertür, durch die man ins Paradies zurückkehren könnte. Im voll besetzten Kabirinett in Großhöchberg teilte Kreis das Vergnügen am Trotzdem, am lachenden Blick in die Abgründe des Allzumenschlichen mit einem gleichfalls bestens gelaunten Publikum. ...
Backnanger Kreiszeitung, 09. Mai 2009. Monika Degner über Robert Kreis
:: Irrwitziges Spiel um Sein oder Nichtsein
Bei Shakespeares Tragödie "Hamlet“ konnte im ausverkauften Großhöchberger Kabirinett mal herzhaft gelacht werden. Ganz und gar kein Trauerspiel ist die parodistische Adaption von Bernd Lafrenz... . Lafrenz gelingt es vorzüglich, das Publikum in sein irrwitziges Spiel einzubeziehen. Die Zuschauer im Kabirinett fungieren als akustische Statisten und sind mit großem Spaß dabei. Als Hofstaat lästern sie über die Königin jedes Mal, wenn sie erscheint, beim Auftritt des Königs bricht ein Teil des Publikums auf Kommando in frenetischen Jubel aus, während es von der anderen Seite „Saufbold, Saufbold“ schallt... . Im Kabirinett bricht noch einmal frenetischer Jubel aus, diesmal nicht für den König, sondern für den Darsteller. Ein außergewöhnlicher Tragödien-Spaß – nicht nur für eingefleischte Hamlet-Kenner.
Backnanger Kreiszeitung, 07. März 2009. Claudia Ackermann über Bernd Lafrenz
:: Unter Wegelagerern und Scherenschleifern
... Wer sich mit dem Ensemble des Theater Kabirinett aus Spiegelberg auf abenteuerliche "Räuber. Wege." begibt, erlebt nicht nur Natur hautnah. Auch findet sich der Teilnehmer des heiteren Waldspektakels unverhofft mitten in Szenen aus den "Räubern" von Friedrich Schiller und anderen Räubergeschichten... Zwischen Bäumen und Zuschauern huschen Andrea Funk, als messerwetzende Scherenschleiferin und Seherin, Alexej Boris, Peter Gorges und Kabirinett-Chef Thomas Weber als tölpelhafte Räuber umher, die dem frechen "Grünschnabel" (Maike Hofmann Nachhilfe in Sachen Räuberei erteilen... Übermütig werden schauerliche Lieder angestimmt, die Räuberbande prügelt sich auf dem Waldboden und liefert sich Gefechte mit den Stöcken. Doch so schrecklich wie sie tun, sind die Ganoven nicht: Wer die richtige Parole kennt, darf sich nach der Wanderung im Räuberlager beim zünftigen Schmaus stärken. Und anders als bei Schiller winkt beim Kabirinett sogar ein Happy End für den Räuberhauptmann Karl und seine Amalia.
Heilbronner Stimme, 31. Juli 2005. Monika Köhler über "Räuber. Wege."
:: Grandioses Finale mit Happy End auf der Naturbühne mitten im Wald
Eine Räuberbande lockt seit Anfang Juli immer wieder dutzende Besucher in den dunklen Wald bei Spiegelberg, ... . Das Quintett erzählt eine phasenweise schauerliche Geschichte. Es geht um Mord, um Totschlag und um Flucht, aber auch um die große Liebe. Das neue Stück der Großhöchberger Kleinkunstbühne "Räuber. Wege." kommt an bei den Zuschauern, die im Laufe des Abends zu Mitgliedern der Räuberbande werden sollen... Nach der etwa eineinhalbstündigen Wanderung erreichen die Mimen Thomas Weber, Andrea Funk, Maike Hofmann, Alexej Boris und Peter Gorges mit ihrem Publikum im Schlepptau das Räuberquartier im Wald, auf einer Naturbühne wird das grandiose Finale mit Happy End gespielt. Beim Räuberfest wird den Zuschauern dann ein deftiges Vesper serviert...
Stuttgarter Zeitung über "Räuber. Wege."
:: Leibhaftige Räuber tauchen plötzlich auf
...Das Schauspiel handelt vom Rauben und vom Räuberleben, einem vom ehrbaren Bürger begangenen Mord, von Waldverstecken und einer Liebesgeschichte... Und wenn unter heftigem Pfeifen der rennende Räuberhauptmann Karl, alias Peter Gorges, das Publikum zum Stehen bringt, sind alle schon mittendrin im Stück. Selbst sprachlich wird das Spiel ein Erlebnis. Bedient sich doch Seherin Rieke, alias Andrea Funk, jener Sprache, die von der Seherin von Prevorst überliefert ist...
Backnanger Kreiszeitung, 30.Juni 2005. Karl-Heinz Dautermann über "Räuber. Wege."
:: Konzertante Komik mit Zuschauern als Chor
... Es kommt selten vor, dass man als braver Zuschauer ins Theater oder in die Oper geht und plötzlich in einem Chor landet. Es gibt aber Ausnahmen, wie bei der Großhöchberger Probierbühne Kabirinett von Thomas Weber... Konzertante Komik prasselt auf die Zuschauer nieder, die so miterleben, wie aus der "Zauberflöte" eine wirkliche "Flauberzöte" wird. Dabei wäre zu beachten, dass Herr Weber nicht Thomas Weber ist und Herr Schostok nicht Arno Schostok, sondern umgekehrt, wie auch der Pianist Herr Klemperer eigentlich Alexander Reuter heißt. Eine Oper zu dritt aufführen? Geht das? Sicherlich nicht. Aber im Kabirinett wird ja auch keine Oper aufgeführt und auch kein Mozart verballhornt, sondern mit Hilfe der "Zauberflöte" eine eigenständige Bühnenshow entwickelt, in der es nur so vor spritzigen und witzigen Dialogen, Pointen und Gags sprüht. Dass sich Thomas Weber und Arno Schostok als Opernsänger betätigen, ist nur noch ein weiteres Element der Komik. Die eigentliche Komik entsteht aber aus dem Gegensatz der Charaktere der beiden Spielleiter, die sich nicht auf ein einheitliches Regiekonzept einigen können. Der schusselige und vergessliche Herr Weber... sieht in der "Zauberflöte" einen Weg, um die Menschheit aus ihren Nöten durch eine sittliche und geistliche Erneuerung zu retten, während der schlitzohirge, der holden Weiblichkeit zugetane Herr Schostok... eine Hinwendung und Bejahung des Triebhaften erkennt. Zu allem Überfluss ist Herr Weber auch derart begriffsstutzig, dass er seinen Partner zur Freude der Zuschauer beinahe zur Verzweiflung treibt... Eine brillante Idee, die hier verwirklicht wurde, was eigentlich schon Tradition in diesem Hause in Großhöchberg ist. Mit wenig Mitteln und viel Kreativität wird ein abendfüllendes Programm auf die Beine gestellt.
Backnanger Kreiszeitung, 28. Oktober 2004 . Wilhelm Baumgärtner über "Die Flauberzöte."
:: Thomas Weber setzt weiterhin auf Brot und Spiele
... auf Ungewöhnliches können sich die Gäste schon einstellen. Die Besucher finden sich plötzlich auf einer Auktion wieder, bei der die Brüder Kurt und Jack (Thomas Weber und Florian Reichert) versuchen, ihren „Besitz“ zu veräußern. Freilich kann man wichtige Entscheidungen nur bei einem Essen treffen, daher wird gegrillt - und auch getrunken. Damit bauen die beiden Akteure weiterhin auf das Konzept, das auch Stücken wie „MundArt“ oder „BrotZeit“ zugrunde liegt, mit denen das seit etwa vier Jahren in Großhöchberg angesiedelte Theater Kabirinett des Aspergers Thomas Weber Erfolge feiert ...
Backnanger Kreiszeitung vom 26. Juni 2003. Wilhelm Baumgärtner über „Kommet! Mir ganget."
:: Das Publikum packt mit an, und die Wiese wird zur Bühne
Die Kenner wissen es: In Spiegelberg-Großhöchberg wird Kleinkunst auf hohem Niveau geboten... Thomas Weber liebt die schrägen Töne. Davon können sich die Gäste seines neuen Stücks „Kommet! Mir ganget.“ überzeugen. Gemeinsam mit seinem ehemaligen Lehrer Florian Reichert hat der 29-jährige das Stück geschrieben. Das Duo spielt die Halbbrüder Kurt und Jack, die in Großhöchberg zusammen kommen, um das Erbe des Onkels zu versteigern, einen Traktor etwa und einen alten Volvo... Wie in allen bislang gezeigten Stücken müssen die Gäste bei Thomas Weber wieder mit anpacken. Sie laden Strohballen von einem Hänger ab und nehmen darauf Platz. Im Nu verwandelt sich die Wiese... in eine Theaterbühne an der frischen Luft. Sollte das Wetter Weber und Reichert einen Strich durch die Rechnung machen, dann wird nebenan im Kabirinett improvisiert. Das indes wäre saumäßig schade. Denn wo wird dann gemeinsam mit den zahlreichen Gästen gegrillt? Bei „Kommet! Mir ganget.“ müssen die Damen und Herren sich an der Versteigerung der Utensilien des verstorbenen Onkels beteiligen. Die Gäste werden gebraucht, nicht nur als Zuschauer ...
Stuttgarter Zeitung, 21. Juni 2003. Martin Tschepe über „Kommet! Mir ganget."
:: Speisen und Spiele im Kabirinett
... Zufällig findet kaum einer den Weg in Thomas Webers Kleinkunsttheater KABIriNETT. Und doch sind die Vorstellungen fast immer ausverkauft. ... Die Probierbühne KABIriNETT lebt vom Improvisationstalent des Darstellers. Wer nur konsumieren will ist falsch bei Thomas Weber. ... im vergangenen Jahr wurden die Zuschauer sogar auf einen Spaziergang entführt ...
Stuttgarter Zeitung, 14. Februar 2002. Ein Portrait über das KABIriNETT von Martin Tschepe.
:: Weber serviert schwere Kost geistreich und leicht
...Thomas Weber wird tiefgründig, aber eben auf seine ganz spezielle Art. Subtil, mit lakonischem Witz, im breitesten Schwäbisch, kommunikativ und spontan. ... Sein vielschichtiger Humor und vor allem seine bodenständige Interpretation machen es dem Publikum einfach, sich mit seinen Charakteren zu assoziieren. Thomas Weber ist ein Künstler, der schwere Kost der Sinnsuche geistreich und leicht verdaulich präsentiert ...
Backnanger Kreiszeitung, 16. November 2001. Markus Stricker über BrotZeit